Rang 1 für Sarah Zimmerlin auf der 90Km Distanz beim “Schwarzwald Bike Marathon” in Furtwangen
Bei sommerlichen Temperaturen startete ein Großteil der Wheeler-iXS Fahrer beim “Schwarzwald Bike Marathon” in Furtwangen, der fester Bestandteil im regionalen Marathonkalender ist.
Als Vorbereitung für die Deutsche Marathonmeisterschaft in einer Woche startete Sarah Zimmerlin über die 90 km Distanz. Zusammen mit Ann-Kathrin Hellstern vom BQ Cycling Team versuchte sie sich nach dem Start so lange wie möglich im Männer Feld zu halten. Allerdings hatte Sarah Mühe, zu Beginn ihre gewohnte Leistung abzurufen und musste in einer holprigen Waldpassage zur Fahrerin vor ihr reißen lassen. “Die Beine fühlten sich schwer an und ich konnte mich nicht richtig anstrengen. Das kommt bei mir manchmal vor und wird oft nach 45-60 min besser.” So war es auch diesmal und Sarah fühlte sich von Kilometer zu Kilometer besser. “An einem längeren Anstieg sah ich dann die Führende vor
mir und hatte oben an der Kuppe nur noch ca. 50 m Rückstand. In der Abfahrt habe ich aber zu viel riskiert, versuchte einen Fahrer vor mir zu überholen und fuhr dabei auf die Wiese neben dem Weg. Plötzlich sah ich einen tiefen Graben vor mir, konnte nicht mehr bremsen und habe mich überschlagen.” Nachdem sie die Kette wieder gerichtet und ihre Flaschen aufgesammelt hatte fuhr sie zügig weiter, konnte die Führende aber nicht einholen. “Ich hatte mich gewundert, dass ich Anni nicht mehr gesehen habe, obwohl ich vor dem Sturz fast ran gefahren bin, danach sehr viele Fahrer überholte und mein Tempo kontinuierlich steigern konnte.” Im Ziel wusste sie auch warum: die Fahrerin vor ihr hatte das Rennen aufgegeben. Anscheinende hatte sie sich zuvor verfahren. So durfte Sarah sich dann doch als Siegerin feiern lassen.

1. Zimmerlin Sarah, Freiburg 1983 Wheeler-iXS 3:58.39,9 -----
2. Alberti Katharina, Ottobrunn 1984 Best Bike Parts 4:09.21,0 10.41,1
3. Meier Andrea, Eichstetten 1979 SOQ.de-speedzone 4:16.18,7 17.38,8

Auf der 42km Strecke starteten Pascal Ketterer, Felix Günter in der Herrenklasse, Timo Reith und Sarah Figy fuhren in der Jugendwertung

Die Strecke wies einige Änderungen auf, was den Rennverlauf aber nicht beeinflusste. Bei bestem Wetter startete das große Starterfeld um 9.25 Uhr Richtung Brend.
Pascal Ketterer, der aufgrund seiner Verletzung (Unterversorgung des linken
Oberschenkelmuskels) seit drei Wochen kaum trainieren konnte nahm als seinen
vorgezogenen Saisonabschluss die 42Km Distanz in Angriff. „Pascal wollte trotz seiner Verletzung und Schmerzen noch einen Wettkampf bestreiten. Ziel für ihn war es, mit nicht allzu großen Schmerzen noch einmal ein schönes Ergebnis einzufahren“, so Teamchef Klaus Ketterer. Die betreuenden Ärzte der Uniklinik Freiburg raten derzeit von einer Gefäßoperation ab, haben aber Kontakt zu Spezialisten in den Niederlanden und England aufgenommen. „Wenn ich nicht operiert werde war das heute das letzte Rennen meiner Karriere. Ich möchte die schön Atmosphäre des Schwarzwald Bike Marathon noch einmal genießen“, so Pascal Ketterer vor dem Start sichtlich entspannt. Er reihte sich, nachdem U23
Weltcupfahrer Felix Euteneuer (Rothaus –Poison) das Tempo am ersten Anstieg verschärfte, in der Verfolgergruppe ein. „Physisch hätte ich vorne mitfahren können, ich habe heute einfach nur die Schmerzen nicht ertragen. In der Verfolgergruppe war die Geschwindigkeit für mich relativ locker und ich bin auf den Flachstückern viel Windschatten gefahren, somit hielten sich die Schmerzen in Grenzen. 10Km vor dem Ziel habe ich dann die Gruppe attackiert und den 3. Rang nach Hause gefahren.“ (+1:40min) Den Sieg sicherte sich Euteneuer in 1:27:31h vor Markus Siebert (Neumayer Tekfor), 1:04min zurück.

Felix Günter hatte von Anfang an zu kämpfen. Er schaffte es geradeso den Anschluss an die Verfolgergruppe über den ersten längeren Berg zu halten. Diese verfolgte die führenden neun Fahrer. Nach und nach fielen aber auch aus der Spitzengruppe einige Fahrer zurück. Es gelang den Verfolgern zwei dieser Fahrer einzuholen. Ca. 10km vor dem Ziel war Günter in einer Drei Mann Gruppe um den neunten Platz. Doch die Beine machten zu und er verlor den Anschluss. So musste er leider noch 3 weitere Konkurrenten ziehen lassen und beendete das Rennen auf dem 13. Rang. "Für mich war es heute extrem hart. Ich litt das
ganze Rennen über. Es war einfach nicht mehr drin heute, jedoch bin ich jetz einfach froh die harte Saison zu beenden. Der Studienbeginn steht nun erstmal im Vordergrund, bevor dann wieder das Wintertraining losgeht."
Sarah Figy
: "Ich habe mich total fit gefühlt, und hatte mir vorgenommen so richtig zu kämpfen". Bis zu Kilometer 32 lag die junge Sportlerin auf Rang 2 in ihrer Altersklasse und Rang 7 aller Frauen. " Ich wusste genau dass hinter mir die derzeit Drittplazierte fuhr". An den etwas steileren Bergen fehlte Sarah der Druck auf den Pedalen und musste die Konkurrentin erstmal überholen lassen. " Ich habe mich immer wieder ran gekämpft, so ging es die ganze Zeit. Aber irgendwann hat mich die Kraft ganz verlassen und ich musste sie ziehen lassen, ich bin einfach nicht mehr rangekommen". Mit einer Zeit von 1:58:52 erreichte
Sarah den 3. Rang in ihrer Altersklasse und den 8. Rang aller Frauen. "Ich bin heute zwar nicht ganz zufrieden, aber es war eine gute Leistung und immerhin bin ich heute meine neue Bestzeit gefahren".

Timo Reith hatte nach seinem Urlaub kein festes Ziel und wollte nur den Marathon als Training fahren. "Ich bin am ersten Berg noch gut mitgekommen aber dann gingen die Lichter aus und ich musste viel Tempo rausnehmen". Er kam als 9. der Jugendklasse ins Ziel und bereitet sich jetzt für das Tälercup- Finale am kommenden Wochenende in Münstertal vor, an dem er seinen ersten Rang in der Gesamtwertung verteidigen will. „Ich hoffe dass ich wieder einigermaßen in Form komme und die nötigen Punkte im Abschlussrennen sammeln kann.“

Björn Herrmann startete bei der 60Km Distanz und hoffte auf eine Top 5 Platzierung
Doch leider kam es anders: Schon nach wenigen Km kam der erste von drei Plattfüßen. „Nach dem ersten Schlauchwechsel sank die Motivation, ich konnte aber dennoch wieder an die Verfolgergruppe ran fahren, dann war`s das zweite Mal soweit! Dann sagte ich mir: fahr ein gutes Training dann biste mindestens nicht umsonst hier. Den dritten Platten hab ich dann in aller Ruhe geflickt und bin dann enttäuscht mit einem nicht nennenswerten Ergebnis ins Ziel gerollt“.

Schwarzwald Bike Marathon

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